Unser Team beobachtet in zahlreichen Digitalisierungsprojekten immer wieder dasselbe Muster: Wer seine PLM-Daten nicht strukturiert ins PIM integriert, verschenkt Potenzial – sowohl in der Effizienz als auch in der Time-to-Market und in der Konsistenz seiner Produktkommunikation.

Warum PLM und PIM historisch getrennt sind – und warum das heute nicht mehr zeitgemäß ist

PLM-Systeme wurden ursprünglich für Ingenieur- und Entwicklungsteams geschaffen: technische Spezifikationen, CAD-Dokumente, Variantenmodelle oder Materialangaben entstehen dort, wo Produkte geplant, konstruiert und optimiert werden. PIM-Systeme hingegen wurden entwickelt, um diese Informationen für Marketing, Vertrieb und digitale Kanäle aufzubereiten und auszuspielen.

Diese funktionale Trennung macht aus technischer Sicht Sinn, ist aber nicht mehr zeitgemäß. Die zunehmende Digitalisierung, steigende Anforderungen an Produktdatenqualität sowie der Einsatz von KI verlangen einen durchgängigen Informationsfluss vom PLM bis ins PIM. Genau an dieser Stelle begleitet communicode Kunden aus Maschinenbau, Industrie, Elektrotechnik und schafft Verbindungen, die langfristig skalierbar sind.

Mit einer sinnvoll geplanten PLM-PIM-Integration entsteht ein durchgängiger Datenfluss, der Produktinformationen vom ersten Entwurf bis zur finalen Ausspielung begleitet. Dadurch verschmelzen technische Präzision und marketinggerechte Aufbereitung zu einem konsistenten Gesamtbild – intern wie extern.

Wie die PLM-PIM-Integration Time-to-Market und Effizienz verbessert

Eine erfolgreiche PLM-PIM-Integration ermöglicht, dass Produktinformationen viel früher und strukturierter für alle relevanten Teams verfügbar sind. Sobald technische Daten automatisch ins PIM überführt werden, können Marketing- und E-Commerce-Teams sofort mit der Erstellung von Produkttexten, Medien und kanaloptimierten Inhalten beginnen.

Unternehmen, die gemeinsam mit communicode ihre PLM- und PIM-Prozesse synchronisieren, berichten häufig von deutlich schnelleren Launch-Zyklen und einer spürbaren Entlastung der beteiligten Teams. Die Integration beschleunigt nicht nur Prozesse, sondern verbessert auch die Datenqualität. Das ist ein zentraler Erfolgsfaktor für moderne, digitale Geschäftsmodelle.

Datenqualität entlang der Wertschöpfungskette: Warum sie im B2B entscheidend ist

Ein Hauptproblem vieler Industrieunternehmen ist die manuelle Übertragung von Daten aus dem PLM ins PIM. Fehler entstehen, Informationen widersprechen sich oder existieren doppelt. Komplexe Produkte mit vielen Varianten verstärken dieses Problem zusätzlich.

Durch automatisierte Schnittstellen, API-Verbindungen und regelbasierte Mapping-Logiken sorgt communicode dafür, dass produktrelevante Informationen zuverlässig und aktuell im PIM landen. Das reduziert Fehler, verhindert redundante Pflege und schafft eine robuste Datenbasis, die vom Engineering bis zu digitalen Kanälen reicht.

Eine hohe Datenqualität ist dabei nicht nur ein Effizienzthema, sie ist Voraussetzung für einen professionellen Außenauftritt, bessere Produkterlebnisse und den Einsatz von KI in Content-Prozessen.

Warum die größte Herausforderung nicht die Technik, sondern der Prozess ist

Viele Unternehmen fokussieren sich bei der PLM-PIM-Integration zunächst auf Tools und übersehen, dass Prozesse und Verantwortlichkeiten den größten Hebel darstellen. Fragen wie „Wer gibt welche Daten frei?“ oder „Wann gilt ein Produkt als vollständig?“ sind entscheidend für den Erfolg.

communicode setzt in seinen Projekten bewusst auf eine Kombination aus technischer Integration und organisatorischer Prozessberatung. Gemeinsam mit den Fachbereichen entsteht ein klarer Datenfluss mit definierten Rollen, nachvollziehbaren Übergabepunkten und einer Governance, die langfristig tragfähig ist. Erst wenn diese Ebene steht, kann die technische Integration ihre volle Wirkung entfalten.

Automatisierte Schnittstellen als Fundament für Skalierbarkeit

Moderne PLM-PIM-Integrationen setzen auf APIs, regelbasiertes Mapping und datengetriebene Workflows. So werden technische Produktinformationen nicht nur übertragen, sondern automatisiert in Strukturen überführt, die für Online-Shops, Marktplätze oder Produktdatenblätter geeignet sind. Besonders spannend wird dies, wenn KI eingesetzt wird, um produktnahe Texte vorzubereiten, Medien zu erzeugen oder Übersetzungen zu erstellen. Doch eines zeigt sich immer wieder: KI kann nur so gut arbeiten, wie die zugrunde liegenden Daten strukturiert sind.

Ein sauber definiertes Datenmodell, konsistente Attribute und klare Qualitätsregeln sind daher zwingende Voraussetzungen und genau hier setzt die Expertise von communicode an. Wir begleiten Kunden von der Systemarchitektur über das Datenmapping bis hin zur Implementierung und Qualitätssicherung.

Wie PLM-Daten im PIM echten Mehrwert erzeugen

Technische Spezifikationen aus dem PLM werden erst im PIM zu marktrelevanten Informationen. Maße, Gewichte, Materialien, Normen, Varianten oder Zertifizierungen bilden die Basis für Produkttexte, Datenblätter und digitale Ausspielungen. Wenn diese Daten automatisiert bereitstehen, profitieren sämtliche Teams: Produktmanager arbeiten strukturierter, Marketingteams schaffen mehr Output und der Vertrieb erhält verlässliche Angaben für seine Kundenkommunikation.

Genau diese Brücke aufzubauen – von technischen Daten zu marktreifen Produktinformationen – ist eine Kernkompetenz von communicode. In vielen Projekten zeigt sich, wie schnell Unternehmen dadurch intern entlastet und extern leistungsfähiger werden.

Fazit: Die Integration von PLM und PIM ist kein IT-Projekt, sondern eine strategische Entscheidung

Unternehmen, die ihre Produktdaten systematisch verbinden, schaffen eine stabile Grundlage für Effizienz, Skalierbarkeit und KI. Die Integration von PLM und PIM ist dabei weit mehr als ein technisches Vorhaben: Sie ist ein strategisches Element der digitalen Transformation im B2B.

communicode begleitet Unternehmen von der Analyse und Datenstrategie über die Systemarchitektur bis zur Implementierung und Qualitätssicherung. Ziel ist es, aus Produktdaten einen echten Wettbewerbsvorteil zu machen, entlang einer durchgängigen, digital vernetzten Wertschöpfungskette.

Checkliste: Sind Sie bereit für die PLM-PIM-Integration?

  • Nutzen Ihre Teams dieselben Daten oder pflegen sie Informationen mehrfach?
  • Sind die relevanten Produktdatenmodelle zwischen PLM und PIM kompatibel?
  • Gibt es klare Verantwortlichkeiten für Freigabe und Aktualisierung?
  • Ist Ihre IT-Landschaft bereit für API-basierte Prozesse?
  • Können Ihre Produktdaten zukünftigen KI-Anforderungen gerecht werden?
  • Was ist der Unterschied zwischen PLM und PIM?
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    PLM (Product Lifecycle Management) verwaltet technische Produktdaten während der Entwicklung, wie CAD-Dateien, Spezifikationen und Materialinformationen. PIM (Product Information Management) bereitet diese Daten für Marketing, Vertrieb und digitale Kanäle auf. Beide Systeme erfüllen unterschiedliche Aufgaben, sollten aber für einen durchgängigen Informationsfluss integriert werden.
  • Warum ist die Integration von PLM und PIM für B2B-Unternehmen wichtig?
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    Die Integration verhindert Medienbrüche, redundante Datenpflege und Verzögerungen. Sie sorgt für konsistente Produktinformationen entlang der gesamten digitalen Wertschöpfungskette und beschleunigt die Time-to-Market.
  • Welche Vorteile bietet eine PLM-PIM-Integration?
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    • Schnellere Produkt-Launches durch automatisierte Datenübertragung
    • Höhere Datenqualität und weniger Fehler
    • Entlastung von Marketing-, Vertriebs- und Produktteams
    • Grundlage für KI-gestützte Content-Prozesse
  • Welche Herausforderungen gibt es bei der PLM-PIM-Integration?
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    Die größten Herausforderungen liegen in der unterschiedlichen Zielsetzung bzw. Zielgruppen der Daten aus PLM und PIM. Im PLM-System sind die technischen Daten produktionsrelevant und somit genauer. Ein Fernseher kann im PLM auch eine Bildschirmdiagonale von 54,832 Zoll haben, während es trotzdem ein 55 Zoll-Fernseher ist. Diese technische Genauigkeit ist im Marketing meist nicht relevant. Genau hier bietet eine PLM-PIM-Integration gute Möglichkeiten, die Daten marktgerecht zu übernehmen und zu konvertieren.
  • Welche Geschäftsprozesse müssen wir vor der Integration anpassen oder neu definieren?
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    Vor der Integration müssen Sie primär Ihre Datenmanagement-Prozesse (wer pflegt welche Daten, Freigabe-Workflows, Qualitätsstandards) und die Abstimmung zwischen den Abteilungen neu definieren, wobei wir Sie gerne mit einem Prozessanalyse-Workshop unterstützen, um Best Practices aus ähnlichen Projekten einzubringen.
  • Wie verbessert die Integration die Datenqualität?
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    Automatisierte Schnittstellen und regelbasiertes Mapping verhindern manuelle Fehler, reduzieren redundante Pflege und stellen sicher, dass Produktinformationen aktuell und konsistent sind.

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